• Dominika Judyta Germandsen
Diese Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, welche Bedeutung Deutschkenntnisse für kleine und mittelständische dänische Unternehmen (KMU’s) haben, die nach Deutschland exportieren möchten.
Die wissenschaftstheoretische Grundlage, die dazu angewendet wird, diese Problemstellung zu beantworten umfasst die Hermeneutik und den Sozialkonstruktivismus. Die Hermeneutik baut auf ein Vorverständnis eines Themenbestandes, das für den Aufbau eines neuen Verständnisses notwendig ist. Der Sozialkonstruktivismus spiegelt die Ansicht wider, dass Ereignisse und menschliche Handlungen das Ergebnis sozialer Konstruktionen sind.
Die empirische Grundlage besteht aus Artikeln, die den Rückgang der deutschen Sprache in Dänemark thematisieren und aus Personeninterviews mit Exportberatern, die ihre Sicht der Deutschkenntnisse in kleinen und mittelständischen dänischen Unternehmen schildern, die nach Deutschland exportieren möchten, um zunächst eine Einsicht dieser zu bekommen.
Die methodische Grundlage besteht aus der qualitativen Methode und der diskursanalytischen Methode. Die qualitative Methode wird dazu angewendet, die Experteninterviews durchzuführen und auszuwerten, die für die Analyse relevant sind. Die diskursanalytische Methode wird dazu angewendet, die ausgewählten Artikel zu analysieren und eine tiefere Einsicht in die Sprache und somit auch in die Diskurse zu erhalten, die angesichts der Artikel entstanden sind.
Die theoretische Grundlage besteht zudem aus der Definition von KMU, den drei Kategorien der KMU’s und aus den Herausforderungen und Problematiken dieser. Außerdem wird in einem Abschnitt der Außenhandel definiert. Die hier angeführten Informationen sollen ein Hintergrundwissen dieser Unternehmen bilden.
Die Diskursanalyse enthält die Analyse des textlichen Inhalts, der diskursiven Praxis und schließlich der sozialen Praxis. Diese drei Teile sind Elemente der kritischen Diskurstheorie von Norman Fairclough. Die textlichen Analysen werden auf Basis der Begriffe von Ernesto Laclau und Chantal Mouffe erfolgen. Zuletzt wird die Sprache der Artikel und die Beleuchtung der diskursiven Praxis, die sich u.a. mit der Produktion und Konsumption von Texten befasst, mit der sozialen Praxis verbunden, in der die Experteninterviews eingehen.
Durch die Diskursanalyse der Artikel geht hervor, dass das Interesse für die deutsche Sprache aufgrund verschiedener Ereignisse nachgelassen hat und dass Englisch attraktiver ist und aus politischer Sicht anders behandelt wird als Deutsch. Darüber hinaus geht durch die Beleuchtung der Interviewfragen hervor, dass Deutsch in kleinen und mittelständischen, dänischen Unternehmen generell nicht gut genug ist, um ein kulturelles Verständnis und dadurch eine vernünftige Verbindung zwischen Dänemark und Deutschland aufzubauen.
Es kann konkludiert werden, dass die Bedeutung von Deutschkenntnissen für kleine und mittelständische Unternehmen aufgrund einer gesellschaftlichen Entwicklung nachlässt. Dies beeinflusst das Verständnis für die deutsche Kultur negativ, welches wiederum sich an einer engen Beziehung zwischen Deutschland und Dänemark im Handelsbereich negativ auswirkt. Die Stärkung der deutsch-dänischen Handelsbeziehung kann u.a. durch eine Unterstützung der deutschen Sprache auf beispielsweise universitären Einrichtungen erfolgen.
Da die kritische Diskursanalyse ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist und mit anderen Theorien ergänzt werden kann, kann sie durchaus mit den sechs Kulturdimensionen von Geert Hofstede perspektiviert werden.
LanguageGerman
Publication date13 Aug 2020
Number of pages82
ID: 338366920